Arte Dokumentation prangert Farmlachsproduktion an 

   

In einer 90-minütigen Dokumentation hat der TV Sender ARTE am 9.6.2020 das Thema Lachsproduktion in Netzkäfigen auf dem Meer dokumentiert.

Hier einige Kernaussagen (alle Bilder aus der Dokumentation) :

Anzahl Lachsflüsse Norwegen

Die Anzahl der lachsführenden Flüsse reduziert sich dramatisch schnell.

Grund : 

Lachsfarm

Lachsfarmen wie diese vor der chilenischen Küste.

Lachsfarmen vor der Küste

Vor der norwegischen Küste sind 500 Fischfarmen (gelbe Punkte) gleichzeit aktiv und bilden somit eine biologische Sperre für abwandernde Junglachse (sog. Smolts).  Alleine im norwegischen Laerdalfluss sind 2019 90% (!) der abwandernden Smolts durch die Überproduktion an Lachsläusen, die bedingt durch die Lachsfarmen in extremen Dichten vorkommen, gestorben!

Wildlachs Farmlachs

Bei der Anzahl Lachsen in offenen Netzfarmen (gelb) relativ zu den Wildlachsen (grün) kann man sich vorstellen, wie sich auch die für Junglachse tödliche Lachslaus dramatisch vermehrt und so die Wildlachsbestände vernichtet.

Weitere negative Einflüsse sind: Genmanipulation der Wildbestände durch Tausende von jährlich ausgebrochenen, genmanipulierten Farmlachsen, dramatische Meeresverschmutzung in und um die Zuchtanlagen, sowie Verbreitung von Krankheiten durch die Massenhaltung auf engem Raum. 

Ueberfischung Ozeane
Ein weiteres Problem bei der Lachszucht ist die Überfischung der Ozeane. 

Fischanteil im Lachsfutter
Deshalb wurde beim Lachsfutter der Anteil von 50 % Fischmehl auf 10 % reduziert.

Anteil Fischöl

Außerdem sind nur noch 10 % Fischöl im Fischfutter enthalten und damit weniger Omega-3-Fettsäuren, als der Verbraucher vermutet. 

Anteil Soja

Das Schlimmste aber ist, dass aus Fischfressern Pflanzenfresser gemacht werden, denn 30 Prozent (darauf deutet der Finger) des heutigen Lachsfutters besteht aus Soja. Derzeit werden in grossem Stile die brasilianischen Regenwälder abgeholzt, um noch mehr Soja produzieren zu können. Das bedeutet, dass Norwegen als derzeit grösster Unterstützer des Amazonasfonds zur Rettung des Regenwaldes aufgrund seiner Lachsproduktion gleichzeitig eine grossen Anteil an seiner Zerstörung hat.   

Euthroxyin

Bitterer Beigeschmack: Beim Transport von Soja nach Europa, wird es mit der in Europa verbotenen Chemikalie Ethoxyquin (Einstufung nach EG-Verordnung als akut toxisch (oral) und gesundheitsschädlich bei Verschlucken) versetzt, um einerseits haltbar gemacht zu werden und andererseits zu verhindern, dass es sich selbst entzündet. So gelangt das Gift indirekt über den Lachs in den Nahrungskreislauf.

Lachssterben

Bei keiner anderen Massentierhaltung werden so viele Tote toleriert wie bei den Lachsen ....

Lachssterben2

Jährlich bis zu 20 Prozent tote Lachse - unfassbar - wer hört die Fische, wenn sie weinen?