Wanderfische

Fast alle Fische unternehmen in ihrem Leben mehr oder weniger große Wanderungen!

Der Grund liegt in den wechselnden Ansprüchen der Fische an ihren Lebensraum im Laufe ihres Lebens.

Für einen frisch geschlüpften Brütling ist beispielsweise ein sauerstoffreiches Gewässer mit Zooplankton, das zu seiner Größe als Nahrung passt, geeignet. Als erwachsener Fisch, bieten ihm flussab gelegene Lebensräume eine wesentlich bessere Nahrungsgrundlage und die Gefahr, von anderen Fischen gefressen zu werden, sinkt ebenfalls mit zunehmender Größe.

So gibt es für die meisten Fische einen Grund, mehr oder weniger große Wanderungen im Laufe ihres Lebens zu unternehmen. Man kann demnach fast alle Fischarten als Wanderfische bezeichnen.

Für den Erhalt der Arten sind diese Wanderungen lebensnotwendig.

Die Langdistanz Wanderer unter den Fischen wechseln in ihrem Leben vom Süßwasser ins Meer und umgekehrt.

Zu den Fischarten die im Meer leben und sich im Süßwasser vermehren (anadrome Wanderfische) gehören neben dem Lachs unter anderem die Meerforelle (Salmo trutta forma maris), verschiedene Störarten (Acipenser ssp.), Maifisch, Neunaugen und viele mehr.

Der europäische Aal (anguilla anguilla) laicht dagegen im Meer (Sargasso See im Bermuda Dreieck) und verbringt seine Wachstumsphase im Süßwasser (katadrome Wanderfische).